Zigarettenschachtelsprüche

Schon lange werden kleine Warnungen auf die Zigarettenschachtel geschrieben: Rauchen kann tödlich sein, impotent machen und dem ungeborenen Baby schaden. Dennoch scheinen Raucher davon nicht wirklich beeindruckt zu sein. Es ist fraglich ob sie die Konsequenzen des Rauchens nicht auch ohne die Warnung auf den Schachteln kennen. In jedem Fall scheinen die kleinen Botschaften nicht sehr wirksam zu sein. So rauchen die meisten genauso viel wie vorher und sind wenig motiviert das Rauchen aufzugeben.

Sind Raucher wirklich so uneinsichtig? Rauchen hat scheinbar nur negative Konsequenzen und das Aufhören hat sicherlich viele positive. Der Grund dafür, dass der Appell zum Aufhören keine Wirkung zeigt ist eine Form von Trotz. Raucher argumentieren unbewusst gegen die Aufforderung zum Aufhören. Sätze wie Mir wird schon nichts passieren oder Die Oma von Fritz hat geraucht und ist 95 Jahre alt geworden helfen das eigene Tun zu rechtfertigen. Wir kennen diese Reaktion aus dem alltäglichen Leben. Wenn jemand unser Handeln verurteilt, argumentieren wir sofort dagegen und rechtfertigen es vor uns selbst. Wer uns sagt was wir zu tun haben, stößt nur auf Widerstand und keinerlei Einsicht.

Es gibt allerdings einen Weg Raucher dazu zu bringen weniger zu rauchen oder gar aufzuhören. Dieser Weg ist subtiler als ein Warnspruch auf der Verpackung oder ein schockierendes Bild. Wissenschaftler fanden heraus, dass Raucher viel seltener zur Zigarette greifen, wenn man sie dazu bring, sich selbst Argumente auszudenken, die gegen das Rauchen sprechen. Natürlich wissen Raucher, dass sich ihr Lungenkrebsrisiko durch das Rauchen erhöht, die Haut altert und sie die Menschen in ihrer Umgebung gefährden, jedoch verdrängen sie dies oftmals. Wenn man ihnen diese Argumente nicht aufzwingt, sondern dazu ermuntert darüber nachzudenken, ist der Erfolg viel größer.

Das schreit natürlich danach das jetzige Konzept, Zigarettenschachteln mit Argumenten gegen das Rauchen zu bedrucken, nochmal zu überdenken. Vielleicht wäre es besser kritische Fragen zu stellen, die den Raucher selbst animieren über sein Handeln nachzudenken.

Ein paar Ideen wären:

Was kann passieren, wenn du noch weitere 5 Jahre rauchst?

Ist dein Zigarettenrauch wohl gut für kleine Kinder?

Sollte man in der Schwangerschaft rauchen?

Lebst du gesund?

 

 

 

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