Tagträumen macht unglücklich

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Wissenschaftler untersuchten wie glücklich Menschen in verschiedenen Situationen sind. Schon länger ist bekannt, dass äußere Umstände beeinflussen wie glücklich wir uns fühlen. In einem Experiment wurden beispielsweise Menschen angerufen und danach gefragt wie glücklich sie sich fühlen. Sie fühlten sich glücklicher, wenn die Sonne schien und unglücklicher, wenn es regnete. Dieser Effekt verschwand, wenn man die Versuchspersonen als erstes fragte, wie das Wetter sei. Wenn die Versuchspersonen also bewusst auf das Wetter hingewiesen wurden, waren sie bei Regen nicht unglücklicher und bei Sonne nicht glücklicher im Vergleich zu der jeweils anderen Gruppe. Trotzdem hatte das Wetter Einfluss auf das Glücksempfinden, wenn die Teilnehmer nicht darauf hingewiesen wurde.

Glücksempfinden ist variabel

Das Glücksempfinden scheint also von vielen Faktoren abzuhängen. Natürlich ist das Wetter nicht der einzige Einfluss. Es scheint sich beim Glück um ein komplexes Konstrukt zu handeln. Wissenschaftler beschäftigen sich schon lange damit und erlangen immer mehr  Erkenntnisse.

“Mind wandering”

Nun fanden sie heraus, dass auch das Abschweifen der Gedanken Einfluss auf unser Glückempfinden hat. Die Versuchspersonen mussten in diesem Experiment angeben woran sie gerade dachten und wie glücklich sie sich fühlten. Wir kennen alle Tagträume, in denen wir uns mit allerlei Dingen aus der Vergangenheit und Zukunft beschäftigen. Die Resultate der Untersuchung lassen darauf schließen, dass Menschen am glücklichsten sind, wenn sie ihre Gedanken auf die gegenwärtige Situation richten. Schweifen sie hingegen ab, nimmt auch das Glücksempfinden ab. Unsere Tagträumer fühlen sich also unglücklicher, wenn sie sich ihren Gedanken hingeben. Man kann außerdem noch einen Unterschied zwischen “mind wandering” in der Zukunft und Vergangenheit machen. Denkt man über die Vergangenheit nach, macht das noch unglücklicher als das Nachdenken über die Zukunft.

 

Also : lieber Pläne für die Zukunft schmieden, als der Vergangenheit hinterher zu denken, wenn wir uns schon nicht mit der Gegenwart beschäftigen wollen!

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